不寒而栗 (bù hán ér lì) — vor Angst erschaudern; entsetzt sein (wörtl. 'zittern, ohne kalt zu sein')

Definition

Chengyu (literarisch): 'vor Angst zittern, obwohl es nicht kalt ist' – lebhafte, intensive Angst vor etwas zutiefst Beunruhigendem, keine alltägliche Furcht.

Redewendung
vor Angst erschaudernentsetzt sein (wörtl. 'zittern, ohne kalt zu sein')

Beispiele

  • ,不寒而栗。
    Tīng dào nà ge kǒng bù de gù shi, tā gǎn dào bù hán ér lì.
    Als er diese Horrorgeschichte hörte, überlief ihn ein Schauer der Angst.
  • ,不寒而栗。
    Miàn duì rú cǐ cán rěn de zuì xíng, suǒ yǒu rén dōu bù hán ér lì.
    Angesichts solch grausamer Verbrechen schauderte jeder vor Angst.
  • 不寒而栗。
    Tā nà zhǒng yīn lěng de xiào róng ràng rén bù hán ér lì.
    Dieses kalte, unheimliche Lächeln von ihm ließ die Menschen vor Angst zittern.

Herkunft

Zeichen in diesem Wort

Eine Zeichnung der Sache selbst, über dreitausend Jahre zu wenigen Strichen abgeschliffen.

Das Bild bei 不 zeigte ursprünglich den Kelch einer Blume; die Bedeutung ‚nicht‘ entstand später aus einem verwandten Zeichen, nicht aus diesem Bild.

不 öffnen →

Zwei oder mehr bedeutungstragende Teile, deren Bedeutungen sich zu einer neuen verbinden.

  • 宀宀miánHaus
  • 人人rénPerson
  • 茻茻mǎngGras

寒 zeigt 宀 (Haus), 人 (Person) und 茻 (Gras): Eine Person schläft im Gras in einem Haus, um die Kälte abzuhalten.

寒 öffnen →

Eine Zeichnung der Sache selbst, über dreitausend Jahre zu wenigen Strichen abgeschliffen.

Die Form von 而 ist das Bild eines Bartes.

而 öffnen →

Eine Zeichnung der Sache selbst, über dreitausend Jahre zu wenigen Strichen abgeschliffen.

栗 beschreibt ursprünglich Kastanien, die an einem Baum wachsen.

栗 öffnen →

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